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Diverse Spielsysteme und was sich mit der neuen WO ändert

Sechsermannschaft, Vierermannschaft, Dreiermannschaft und Zweiermannschaft mit einem, zwei, drei oder vier Doppeln und unterschiedlichen vielen Einzeln – schaut man sich die im Tischtennis angewandten Spielsysteme an, fällt vor allem die fehlende Einheitlichkeit auf. Welche – auch ausgefallenen Spielsysteme – im Amateurbereich im Umlauf sind und was sich mit der neuen Wettspielordnung ändert, erfahren Sie hier.

Den meisten ein Begriff dürfte das Sechser-Paarkreuz-System sein, das im Amateur-Bereich stark verbreitet ist. Nach drei Eingangsdoppeln werden insgesamt zwölf Einzel – zunächst, wie der Name es andeutet, im jeweiligen Paarkreuz "über Kreuz" – gespielt, ehe ein Schlussdoppel der beiden 'Einser-Doppel' über Sieg, Niederlage oder Unentschieden entscheiden kann, wenn nicht bereits zuvor eine Mannschaft neun Punkte erzielt hat. Insgesamt dürfen mehr als sechs Spieler pro Mannschaft antreten, d.h. andere Spieler im Einzel als im Doppel eingesetzt werden.

Motivation, die Niederlage im Rahmen zu halten
Einige Varianten gibt es im Bereich der Vierer-Mannschaftssysteme. Beim Bundessystem stehen sich zunächst die Einser- und Zweier-Doppel jeweils gegenüber, danach bestreitet jeder Spieler ein Einzel in seinem Paarkreuz "über Kreuz" und eines "paarweise"; gespielt werden alle zehn Spiele, je nach Ausgang des Spiels gibt es für Sieger- und Verlierer-Mannschaft verschieden viele Punkte: Bei einem Ausgang von 10:0, 9:1 und 8:2 erhält die Siegermannschaft 4:0 Punkte in der Tabelle, bei einem 7:3- oder 6:4-Sieg 3:1 Punkte, ein Unentschieden bringt 2:2 Punkte ein. So können Teams auch, wenn sie zunächst hoch zurückliegen, z.B. mit 2:6, noch zumindest einen Punkt in der Tabelle einheimsen.

Seit 1968 in der Wettspielordnung verankert ist das Werner-Scheffler-System, das vom früheren Sportwart des WTTV erfunden wurde. An die zehn Spiele des Bundessystems schließen sich dabei noch vier weitere Einzel an, bei denen in einer bestimmten Reihenfolge die an Position eins aufgestellten Spieler gegen die an Position drei aufgestellten Spieler spielen und die "Zweier" jeweils gegen die "Vierer". Gespielt wird, bis eine Mannschaft acht Punkte erzielt hat, ein Unentschieden (7:7) ist auch hier möglich.

Der ehemalige Tischtennis-Nationalspieler und Tischtennis-Reporter Roderich Dietze erschuf das sogenannte "Dietze-Paarkreuz-System". Dem Bundessystem ist es sehr ähnlich und unterscheidet sich nur an wenigen Stellen von diesem: So spielen die Eingangsdoppel nicht paarweise sondern über Kreuz gegeneinander. Erst nach den Einzeln folgt das paarweise Aufeinandertreffen der beiden Doppel, beginnend mit dem Match der beiden Zweier-Doppel.

Drei oder vier Spieler ins Rennen zu schicken, ist beim Braunschweiger System möglich. Ausgetragen werden hierbei zehn Partien, je nach Anzahl der Spieler werden zwei oder nur ein Doppel gespielt und die Spieler bestreiten zwei oder drei Einzel. 

Swaythling-Cup, Schwedisches Liga-System und Co.
Im Bereich der Dreier-Mannschaftssysteme sind in den deutschen Amateurligen das Swaythling-Cup-System, dessen modifizierte Variante und das Schwedische Liga-System wohl am stärksten verbreitet. Lediglich Einzel in unterschiedlichster Reihenfolge, beginnend mit den Duellen gegen das entsprechende Pendant der anderen Mannschaft, werden beim Swaythling-Cup-System gespielt. Neun Einzel können es maximal sein – ein Unentschieden ist nicht möglich. Gewonnen hat eine Mannschaft, wenn sie fünf Punkte erzielt hat (Best of 9). Im "Best of 7"-Modus wird ein Spiel beim modifizierten Swaythling-Cup-System ausgetragen, d.h. eine Mannschaft hat mit vier erzielten Punkten gewonnen, gespielt werden sechs Einzel und ein Doppel. Fast identisch mit dem Swaythling-Cup-System ist das Schwedische-Liga-System, bei dem im Unterschied zu jenem lediglich nach dem dritten Einzel ergänzend ein Doppel gespielt wird.

Die gängigsten Zweier-Mannschafts-Systeme sind derweil das Corbillon-Cup-System – gespielt wird hierbei bis drei, nach zwei Einzeln folgt ein Doppel und dann je nach dem noch einmal zwei Einzel –  und das Kings-Cup-System, bei dem bis zwei gespielt wird, nach zwei Einzeln eben noch ein Doppel folgen kann.

Freie Spielsysteme innerhalb der Verbände
Und welche, zum Teil auch noch ausgefallenere Spielsysteme gibt es darüber hinaus? In den unteren Kreisklassen in Brandenburg z.B. werden Spiele nach dem System "Jeder gegen Jeden TTVB" ausgetragen, bei dem für jede Mannschaft vier Spieler antreten. Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst zehn Punkt erzielt hat, gespielt werden zwei Doppel und bis zu 16 Einzel. D.h. im Extremfall bestreitet man gegen jeden Spieler der gegnerischen Mannschaft ein Einzel. Diesem Spielsystem sehr ähnlich ist das "Modifzierte Vierer-System" des Thüringer Tischtennis-Verbands, bei dem die Spieler auch bis zu vier Einzel bestreiten können, die Reihenfolge der Matches lediglich anders ist. Auch im Tischtennis-Verband Württemberg Hohenzollern (TTVWH) gibt es ein "Freies Spielsystem TTVWH", bei dem keine großen Vorgaben über die Anzahl der Spiele bestehen und das nur im Mädchen-Spielbetrieb zum Einsatz kommt.

Ab nächster Saison nur noch sechs plus maximal zwei Spielsysteme
Was ändert sich nun mit der neuen Wettspielordnung, die am 25. Mai 2017 in Kraft tritt? Zugelassen sind ab dann nur noch insgesamt sechs plus maximal zwei Spielsysteme. Diese sechs Spielsysteme sind: das Sechser-Paarkreuzsystem, das Bundessystem, das Werner-Scheffler-System, das Braunschweiger System, das modifzierte Swaythling-Cup-System und das Corbillon-Cup-System. Zusätzlich darf jeder Landesverband in seinem Zuständigkeitsbereich ein weiteres, frei wählbares System für Dreier- und eines für Vierer-Mannschaften zulassen. Der TTVN beispielsweise wird am Schwedischen Liga-System und am Dietze-Paarkreuz-System festhalten, während der WTTV plant, kein weiteres System – abgesehen von den sechs feststehenden – zuzulassen.

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